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Die Klosterruine in Homburg-Wörschweiler...
...geht auf eine Stiftung der Grafen von Saarwerden zurück. Der genaue Baubeginn ist nicht bekannt - die Weihung der ersten Klosterkirche erfolgte im Jahr 1131 Das Kloster wurde unter dem Priorat des wesentlichen älteren Klosters Hornbach als Benediktinerabtei begründet.
Schon 1171 übergaben die Enkel des Stifterehepaares, Graf Friedrich I. von Saarwerden und seiner Gemahlin Gertrud, das Kloster an die Zisterzienserbewegung. So wurde aus der Abtei eine Filiation der Zisterzienser aus Morimond bzw. Villers-Bettnach. Diese ursprüngliche Gründung als Benediktinerkloster ist der Grund, für die für Zisterzienserklöster untypische Lage auf einem Bergrücken.
Die Reformation und ihre politischen Folgen führten bereits 1558 zur Säkularisation des Klosters, nachdem der Grundherr, der Herzog von Pfalz-Zweibrücken, evangelisch geworden war. Die Gebäude wurden noch als Wirtschaftsgut genutzt. 1614 kam es infolge eines Brands zu einer weitgehenden Zerstörung der Anlage, so dass heute nur noch Ruinen verblieben sind.
Kloster und Klosterberg waren lange in Privatbesitz. In den 1880er-Jahren erfolgte eine erste Freilegung der Ruinen durch die Eigentümerfamilie. Eine erste umfangreiche bauarchäologische Untersuchung führte 1954 – 1958 das Kunsthistorische Institut der Universität des Saarlandes unter Leitung von Prof. J. A. Schmoll gen. Eisenwerth durch. Im gleichen Zeitraum fanden umfangreiche Sicherungen statt, weitere Instandsetzungen und Sicherungen erfolgten in den 1990er und 2000er Jahren.
Im Wintersemester 2008/2009 erstellte das „Lehr- und Forschungsgebiet Geschichte und Theorie der Architektur Denkmalpflege“ ein Erhaltungskonzept für Sakristei und Kapitelsaal. Einen Link zu diesem umfangreichen und interessanten Dokument finden Sie hier, bzw. in den Quellenangaben. Bitte beachten Sie jedoch, dass leider im Kapitel „Bauherr“ falsche Angaben gemacht werden, da dieses Graf Friedrich III. von Saarwerden angibt. Bauherr war jedoch der ca. 200 Jahre früher regierende Graf Friedrich I.
Eigentümer der Anlage ist heute die Stadt Homburg, Sanierung und Erhalt unterstützt und fördert die Stiftung Klosterruine Wörschweiler.
Geschichtsträchtig sind auch der Klosterberg selbst und seine Umgebung. So wurde die Abtei bereits an Stelle einer römischen Anlage errichtet. Mehr zu weiteren interessanten historischen Orten in unmittelbarer Nähe des Klosters hier…
Quellen:
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